„Toto“ Jansen: Wir gehen die Aufgabe voller Respekt an! 

Der Weltmeister von 2007 muss mit dem HC Hamburg in der VW-Halle gegen den MTV ran

Der WM-Gewinn im Jahr 2007 in Deutschland ist eng mit dem Namen Torsten „Toto“ Jansen verbunden. Der heute 49-Jährige trug wesentlich zum Erfolg bei: Rund 90 Prozent seiner Torwürfe führten zu Treffern (37), somit gilt er als sicherster Torschütze der deutschen Mannschaft. Heute ist Jansen als Coach beim Bundesligisten Handball Club Hamburg aktiv. Im Interview verrät er uns, dass der MTV nicht gerade zu seinen Wunschgegnern in Runde eins des DHB-Pokals zählt.

Hallo Herr Jansen. Es geht wieder auf die Platte, die neue Saison beginnt. Wie lief die Vorbereitung mit Ihrem Team?

Sagen wir: positiv durchwachsen. Es gab einige problematische Situationen, es gab Licht und Schatten. Viele neue Spieler mussten integriert werden. Aber das Licht hat auf jeden Fall überwogen.

In der vergangenen Bundesliga-Saison belegte Hamburg mit dem zehnten Rang einen soliden Mittelfeldplatz. Was haben Sie sich für dieses Jahr vorgenommen?

Wir haben so viele neue Leute, das muss alles erst einmal ineinander greifen. Ich freue mich, wenn wir nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben werden. Mein Ziel ist es, gar nicht erst ganz unten rein zu geraten und wenn doch, schnell wieder hoch zu kommen.

Gibt es eine Zielsetzung für den DHB-Pokal?

Also das hängt natürlich ganz stark von der Auslosung ab. Als wir von unserem ersten Gegner MTV Braunschweig erfahren haben, haben wir nicht gerade „Juchhu“ geschrien. Das wird für uns ein sehr schweres Spiel, Braunschweig spielt sehr unorthodox. Ich habe mir ein wenig Videomaterial angeschaut, und auch wenn Milan Mazic und einige andere Spieler weg sind, gibt es genügend andere Spieler, auf die wir vermehrt achten müssen. 

Wen meinen Sie speziell? 

Philipp Krause, Tim Otto, Rick Harder und einige andere. Wir wollen natürlich gewinnen, aber das wird kein Selbstläufer. Braunschweig ist besonders stark im Zusammenspiel mit dem Kreis. Wir müssen 100 Prozent da sein, sonst werden wir Probleme bekommen. Wir gehen die Aufgabe voller Respekt an. 

Es klingt so, dass Sie auch die 3. Liga intensiv verfolgen.

Ich kann natürlich nicht alle Spiele anschauen, aber wenn es Richtung Aufstiegsrunde geht, verfolge ich das. Es kommt nicht von ungefähr, dass Braunschweig so oft oben dabei ist und mehrmals hintereinander in die Aufstiegsrunde gekommen ist. Das sind gute Jungs, die von Volker weiterentwickelt werden. Ich bin immer interessiert an solchen Spielern und schaue, ob der eine oder andere aus der 3. Liga auch für unser Team interessant ist. 

Haben oder hatten Sie jemanden Spezielles im Fokus?

Philipp Krause ist interessant, Volkers Sohn Jan Mudrow hatten wir auf dem Zettel. Aber man muss schnell sein, er spielt ja inzwischen in Lemgo.

Sie kennen Volker aus seiner Bundesligazeit. Haben Sie noch Kontakt zu ihm?

Wir haben uns oft getroffen, als Volker Trainer in Lemgo und ich Spieler beim HSV Hamburg und bei Nordhorn war. Man freut sich, wenn man sich sieht. Und wenn etwas ansteht, telefonieren wir gelegentlich.