Bei den Sachsen muss sich Braunschweig ordentlich strecken, um zu gewinnen
Zunächst mit viel Mühe, hinten raus sicher – unser Drittligist bezwingt SV Plauen-Oberlosa mit 30:25 (12:12) und holt damit zum sechsten Mal in Folge zwei Punkte. Großen Anteil am Erfolg hat Eike Engelbrecht, der Nachwuchstorwart sticht durch unzählige Paraden heraus.
Mit dem Sieg in Plauen festigen die Braunschweiger einmal mehr den ersten Tabellenrang. Konkurrent Eintracht Hildesheim war erneut – zum vierten Mal hintereinander – unterlegen, dieses Mal verlor der Nachbar gegen DHK Flensborg. Man muss sich beim Blick auf deren Ergebnisse schon die Augen reiben, schließlich war Hildesheim in der Hinrunde unfassbar stark und ließ dem MTV im direkten Aufeinandertreffen keine Chance. Nun ist es vor allem der EHV Aue, der Braunschweig auf den Fersen ist; die Sachsen haben lediglich drei Minuspunkte mehr auf dem Konto.
In Plauen spielte die Mannschaft von Volker Mudrow zunächst allerdings nicht wie ein Tabellenprimus. Zu viele Fehlpässe und Unkonzentriertheiten im Abschluss verhinderten eine frühe Führung; die Gastgeber wiederum nutzten diese Unzulänglichkeiten, machten ihr Spiel und blieben dran. Auch eine frühe Rote Karte warf sie nicht aus der Bahn. Dass Plauen nie in Führung ging, lag auch an Eike Engelbrecht, der Nachwuchstorhüter hielt einen Ball nach dem anderen.
Nach der Pause spielte Braunschweig zwingender, vor allem Milan Mazic und Philipp Krause sorgten für wichtige Treffer. Richtig absetzen konnte man sich allerdings erst in den letzten Minuten; die fünf Tore Vorsprung beim 30:25-Erfolg spiegeln den Verlauf nicht wirklich wider.
Und so musste Volker Mudrow erst einmal tief durchatmen. „Ich bin froh, dass wir gewonnen haben. Für uns war das hier ein Big Point, denn Plauen hat die Favoriten Hildesheim und Rostock bezwungen“, sagte der 56-Jährige in der anschießenden Pressekonferenz. Weil die Gastgeber sich so stark präsentiert hatten, war Mudrow zufrieden mit dem MTV-Erfolg; trotz einiger Schwächen, die sich sein Team geleistet hatte und die er sehr wohl wahrgenommen hatte.
MTV: Niklas Mellmann, Eike Engelbrecht, Timon Serbest; Tim Otto (2), Jan-Bennet Kanning (1), Lukas Friedhoff (1), Milan Vuckovic (2), Rick Harder (3), Milan Mazic (6), Philipp Krause (6/1), Melf Hagen (6/3), Bela Pieles (1), Niklas Wolters, Tim Lietz, Mika Hoyer (2), Khaled Khemiri.